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Heidi Markus
02133/257-277
Heidi.Markus@stadt-dormagen.de

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In Sonntagsreden wird die deutsch-italienische Beziehung gemeinhin als Idylle beschworen. Italophile Deutsche und germanophile Italiener*innen loben dann gerne das, was man einst als "Wahlverwandtschaft" feierte. In Wirklichkeit vernebeln Stereotypen und Vorurteile, Fehlinformation und Fake news, ja zuweilen Hass und Hetze, den Blick.
Italien, seit Jahrhunderten Sehnsuchtsort der Deutschen, leidet an chronischen Krankheiten: Politische Instabilität, monströse Bürokratie, schwaches Wirtschaftswachstum, wachsender Brain drain. Und Deutschland, im Belpaese als das Land des Pflichtbewusstseins und der Systematik, als Lokomotive, die Italien mitzieht, respektiert, schwächelt. Die Corona-Krise legt bloß, was als Defizit schon lange am Fundament von Staat und Wirtschaft sägte: Überregulierung, Reformstau, marode Infrastruktur, mangelnde Digitalisierung.
In unserer Veranstaltung wollen wir den Nebel lichten, ein klares Bild schaffen und anhand zweier neuer Publikationen analysieren, ob und wie die Beziehung nachhaltig und zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Ulrich Ladurner (tbc), Journalist bei DIE ZEIT, Autor des 2019 erschienenen Buchs "Der Fall Italien"
Fabio Colasanti, Ökonom (ehem. Generaldirektor bei der Europäischen Kommission) und Autor des 2021 beim Villa Vigoni Editore | Verlag erschienenen Sammelbands "The Value of Money. Controversial Economic Cultures in Europe: Italy and Germany"
Das Gespräch zwischen Ulrich Ladurner und Fabio Colasanti wird moderiert von Sabine Seeger-Regling, ehem. Italienkorrespondentin und Beraterin für EU-Fragen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutsch-italienischen Zentrum Villa Vigoni statt.
Sprache: Italienisch mit Simultanübersetzung

Hinweis: Diese Veranstaltung findet über Zoom statt.
Katastrophen lassen sich nicht vorhersagen. Sie treten nicht in Zyklen auf. Und dennoch: Wenn das Unheil zuschlägt, sollten wir besser gerüstet sein als die Römer beim Ausbruch des Vesuv, die Menschen im Mittelalter bei der rasenden Verbreitung der Pest in ganz Europa oder die Russen bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.
Aber sind wir das? Haben wir nicht gerade in der Corona-Pandemie alles erlebt an imperialer Überheblichkeit, bürokratischer Erstarrung und tiefer Spaltung?
In seinem Buch »Doom« schaut Niall Ferguson mit dem Blick des Historikers und Ökonomen auf die unterschiedlichsten Katastrophen in der Menschheitsgeschichte. Wir müssen unsere Lektionen aus diesen historischen Beispielen lernen, damit künftige Katastrophen uns nicht in den Untergang führen.

Prof. Niall Ferguson ist einer der bekanntesten und renommiertesten Historiker unserer Zeit. Er war Professor für Geschichte an der Harvard University und lehrte u.a. an der Oxford University, an der Stanford University und der London School of Economics and Political Science. Er gilt als Spezialist für Finanz- und Wirtschafts- und europäische Geschichte. Sein Buch über den Ersten Weltkrieg bei DVA (»Der falsche Krieg«) war ein großer internationaler Erfolg.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache.

Hinweis: Diese Veranstaltung findet über Zoom statt.
Wie schaffte es eine Frau ins Kölner Stadtwappen? Wer hatte die Idee für ein "Bethlehem am Rhein" und welche Frau inspirierte einen berühmten Kölner Musiker? In Köln waren es nicht nur die Herren, die das Schicksal der Stadt gelenkt haben, sondern auch viele Frauen haben bedeutend zur Entwicklung der Stadt beigetragen. So gab es im Mittelalter ausschließlich in Köln bereits reine Frauenzünfte und an die vielen Klöster und Stifte in der Stadt erinnert auch heute noch ein in Köln von einer Frau erfundenes Markenprodukt.
Erleben Sie die Kölner Altstadt ganz individuell, mit dem KöbesColonius.

Anreise: Eine öffentliche Verkehrsanbindung ist gegeben. Ab Dormagen fahren die Regionalbahn und die S-Bahn nach Köln - Hbf. mehrmals in der Stunde.

Treffpunkt: an der Kreuzblume vor dem Kölner Dom, Kardinal Höffner Platz

freie Plätze Exkursion: In Köln auf den Spuren der Römer

( ab Sa., 25.9., 13.00 Uhr )

Warum ist Köln an dieser Stelle entstanden? Zwei Kölner Puzzle - welches ist das größte, welches hat die meisten Teile? Welches Denkmal wurde zufällig in einem Keller entdeckt? Diese und weitere spannende Fragen werden bei der Wanderung entlang des Verlaufs der römischen Stadtmauer von Guido Hofmann - alias KöbesColonius - beantwortet. Man glaubt gar nicht, wie viele Überreste aus römischen Zeit in Köln zu besichtigen sind. Am Schluss der Tour steht der Besuch des Ubiermonuments in der Altstadt (ältester in Deutschland bekannter Steinbau) auf dem Programm (abhängig vom aktuellen Stand der durch die Pandemie bedingten Öffnungszeiten).

Anreise: Eine öffentliche Verkehrsanbindung ist gegeben. Ab Dormagen fahren die Regionalbahn und die S-Bahn nach Köln - Hbf. mehrmals in der Stunde.

Treffpunkt: an der Kreuzblume vor dem Kölner Dom, Kardinal Höffner Platz
1514 erreicht Papst Leo X. in Rom ein Geschenk des Königs von Portugal, ein junger weißer Elefant.
Ausgehend von diesem Ereignis, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte, unternimmt Martin Zimmermann in seinem Vortrag eine Reise ins Zeitalter der »Entdecker«.
Er erzählt von gefährlichen Überfahrten, der Begegnung mit dem Fremden, kolonialer Gewalt, der Macht der Kartografie und der Kirche als aufmerksamen Begleiter, der an Mission, aber auch an den Reichtümern ferner Länder interessiert war.
In einem aus heutiger Sicht ungeheuerlichen Vertrag teilten sich Portugal und Spanien im Jahr 1494 gar die Welt untereinander auf, indem sie durch den Atlantik eine Linie vom Nord- zum Südpol ziehen - ein Sinnbild herrscherlicher Hybris, das bis heute nachwirkt.

Prof. Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der LMU München. Er ist Sprecher des 53. Historikertages, der vom 5.-8.10.2021 in München stattfindet.

Hinweis: Diese Veranstaltung findet über Zoom statt.
Die Corona-Krise hat uns deutlich vor Augen geführt, dass Pandemien nur global bekämpft werden können. Unabhängig vom Einkommen muss jede/r Zugang zu Medikamenten oder Impfstoffen bekommen. Dies ist aus ethischen Gründen aber auch aus Nützlichkeitsüberlegungen erforderlich. Doch wie kann ein Gesundheitssystem fairer und effizienter gestaltet werden? Durch welche Anreize kann auch die Pharmaindustrie hier einbezogen werden, ohne die die Entwicklung von Medikamenten oder Impfstoffe undenkbar wäre? Diese Fragen diskutieren der Politiker Karl Lauterbach und der Philosoph Thomas Pogge.

Prof. Karl Lauterbach ist Mediziner und Gesundheitsökonom. Er ist Mitglied der SPD und seit 2005 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Von 1992 bis 1993 hatte er ein Fellowship der Harvard Medical School inne. Einer seiner Betreuer war Amartya Sen.

Dr. Thomas Pogge ist Professor für Philosophie und internationale Angelegenheiten (Philosophy and International Affairs) an der Yale University an. Er promovierte an der Harvard University bei John Rawls.

Hinweis: Diese Veranstaltung findet über Zoom statt.
Zu Gast bei vhs.wissen live sind SZ Journalist*innen die zu aktuellen Themen berichten und mit Ihnen diskutieren.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.

Hinweis: Diese Veranstaltung findet über Zoom statt.
Am Morgen des 11. Juli 1995 stürmten bosnisch-serbische Armee- und Polizeieinheiten nach tagelangem Beschuss die UNO-Schutzzone Srebrenica. Unter den Augen der Staatengemeinschaft ermordeten sie planmäßig über 8.300 Männer und Jungen.
"Srebrenica" wurde zum Trauma europäischer und internationaler Politik. Wie konnte es zu diesem Massenverbrechen kommen? Wer waren die Auftraggeber, was motivierte die Täter? Und welche Lehren hat Deutschland, hat die Welt daraus gezogen?

Marie-Janine Calic ist Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Hinweis: Diese Veranstaltung findet über Zoom statt.
Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Frau umzubringen. Alle 3 Tage wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Hinzu kommen die Morde an Frauen durch ihnen unbekannte Täter.
Diese Verbrechen sind keine Ehrenmorde oder Beziehungstaten, sondern Femizide: Morde, die an Frauen verübt werden, weil sie Frauen sind.
Margherita Bettoni zeigt in dem Vortrag, dass die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts auch bei uns ein ernsthaftes gesamtgesellschaftliches Problem ist. Als Familientragödien verharmlost, bleiben viele Frauenmorde verborgen und verdecken die patriarchalen Macht- und Gewaltmuster, die sich tief durch unsere Gesellschaft ziehen.

Margherita Bettoni ist Investigativjournalistin mit den Schwerpunkten Organisierte Kriminalität und sexualisierte Gewalt. Sie ist Co-Autorin der Bücher »Die Mafia in Deutschland. Kronzeugin Maria G. packt aus« (Econ, 2017) und »Corona: Geschichte eines angekündigten Sterbens« (dtv, 2020). Für ihre Recherchen hat sie den Marlies-Hesse-Nachwuchspreis, den Migration Media Award und den Grimme Online Award gewonnen.

Hinweis: Diese Veranstaltung findet über Zoom statt.
Der gegenwärtige Aufstieg der Volksrepublik China führt zu einer Neuordnung der globalen Machtverhältnisse. Auch innerhalb des Landes haben sich durch die wirtschaftliche Entwicklung Klassen- und Geschlechterverhältnisse grundlegend verändert. Jedes Jahr verlieren Millionen von Bäuerinnen und Bauern ihr Land und neue Klassen von freien Lohnarbeiter*innen und von Kapitalist*innen sind entstanden. Streiks, ländliche Unruhen und ethnische Konflikte sind die Folge.
Felix Wemheuer untersucht außerdem Chinas große Transformation im Kontext globaler Trends von Entkolonialisierung, Kaltem Krieg und dem Siegeszug des neoliberalen Kapitalismus. Rückständigkeit zu überwinden und den Westen wirtschaftlich einzuholen, war und ist ein zentrales Ziel der chinesischen Führung. Es wird der Frage nachgegangen, ob China das Weltsystem grundlegend verändert oder selbst zu einem neuen kapitalistischen Zentrum aufsteigt. Und es wird diskutiert, welchen Charakter die heutige chinesische Gesellschaft hat.

Felix Wemheuer ist Professor für Moderne China-Studien an der Universität zu Köln. Zuvor war er Gastwissenschaftler an der Harvard University und studierte "Geschichte der KPCh" an der Volksuniversität in Beijing.

Hinweis: Diese Veranstaltung findet über Zoom statt.

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