Kursangebote >> Kursbereiche >> Gesellschaft >> Politik und Zeitgeschehen
Ansprechpartnerin
Stefanie Heydenreich
Tel.: 02133/257-218
E-Mail: Stefanie.Heydenreich@vhsdormagen.de

Seite 1 von 1

Kurs abgeschlossen Vortrag: Fundamentalismus im Judentum

( ab Fr., 5.10., 19.00 Uhr )

Im Judentum haben wir es nicht mit einem Schrift- oder Dogmenfundamentalismus,
sondern mit einem Gesetzesfundamentalismus zu tun. Schon 1947 erhielt die Orthodoxie
die Zusicherung, dass in einem zu errichtenden Staat Israel religiöse Gesetze
beachtet würden. Dies konnten Nationalreligiöse und Ultraorthodoxe noch ausweiten.
Heute werden davon viele Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens in Israel berührt:
Sabbatruhe, Speisegebote, Eheschließung und -scheidung, Erziehungswesen
Der Referent Dr. Heinz Tenhafen war 28 Jahre als Pfarrer tätig. Er leitet zahlreiche Veranstaltungen und Begegnungen mit Juden und Muslimen. Der interreligiöse Dialog gehört zu seinen Interessenschwerpunkten. In seiner 2005 erstellten Dissertation befasste er sich mit dem Zusammenhang von Religion und Identität in den Anfängen des Christentums.
Deutschland und Frankreich spielten in der europäischen Geschichte immer eine besondere Rolle. Obwohl die beiden Länder Jahrhunderte lang tief verfeindet und ihre Beziehungen durch die Verheerungen zweier Weltkriege einen Tiefpunkt erreicht hatten, entwickelte sich nach 1949 in wenigen Jahren eine Freundschaft, die der Elysée-Vertrag von 1963 besiegelte. Wie kam es zu dieser erstaunlichen Entwicklung? Dieser spannenden Frage soll im Vortrag nachgegangen werden. Männer wie Konrad Adenauer, Robert Schuman, Jean Monnet und Charles de Gaulle hatten schon früh erkannt, dass ohne Frankreich und Deutschland keine europäische Einigung möglich war und ist. Die deutsch-französische Freundschaft ist bis heute für Europa unverzichtbar und der Kern jeder dauerhaften Friedenssicherung.
Der Referent, Dr Reinhard Schreiner, hat in Trier und Paris Geschichte und Romanistik studiert und promovierte mit einer Arbeit zu den deutsch-französischen Beziehungen nach 1945. Seit 1981 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin bei Bonn. Er hält auf internationalen Konferenzen Vorträge zu Themen der Archivistik und Zeitgeschichte, Konzeption und Präsentation von zeitgeschichtlichen Ausstellungen, insbesondere zu Konrad Adenauer und zur Geschichte der Europäischen Integration.
Hinweis: Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit Unterstützung des Europabüro des Rhein-Kreises Neuss statt.
1848 - Im selben Jahr, als in Chicago in den USA der weltweit erste Frauenkongress stattfand und gleiche Rechte für Frauen forderte, nahm eine junge, gebildete Perserin namens Tahirih auf einer öffentlichen Konferenz im Iran ihren Schleier ab und schockierte damit die anwesenden Männer dermaßen, dass einer unter ihnen sofort Selbstmord begangen haben soll. Tahirih war gläubige Anhängerin und Verfechterin einer neuen religiösen Bewegung, die sich radikal vom Islam absetzte - unter anderem mit ihrem Verständnis der Rolle der Frau. Dafür zahlte Tahirih früh mit ihrem Leben: mit 36 Jahren wurde sie im Jahr 1852 als Apostatin erdrosselt. Wer war diese Frau, was trieb sie um und welche geschichtliche Bedeutung hat sie? Damit befassen wir uns in diesem Vortrag.
Detmold ist bekannt für sein Wahrzeichen, das weit über die Höhen des Teutoburger Waldes hinausragt: das Hermannsdenkmal, das an die Schlacht des Arminius gegen die Germanen im Jahre 9 n. Chr. erinnern soll. Doch neben der Römerzeit ist es vor allem die Renaissance, die das lippische Städtchen an der Werre geprägt hat. Das Fürstliche Residenzschloss im Zentrum der Stadt gilt als ein herausragendes Beispiel für die Weserrenaissance. Neben dem historischen Stadtkern mit seinen vielen gut erhaltenen historischen Bauten, beherbergt Detmold aber auch das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte, das von der wechselvollen und oft tragischen Geschichte der Menschen erzählt, die zur Zeit der russischen Zarin Katharina II. von Deutschland nach Russland auswanderten, sich an der Wolga niederließen und die Höhen und Tiefen der deutsch-russischen Beziehungen hautnah miterlebten. Viele Russlanddeutsche sind inzwischen wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Von ihrer besonderen Geschichte und Kultur erzählt das einzigartige Museum mit seiner überregional bedeutsamen Sammlung. Wir besuchen das Museum und erkunden die historische Altstadt von Detmold.

Gebühr: 45,00 €

Freitag, 26. Oktober 2018, 8.00 Uhr
Treffpunkt: Hauptbahnhof Düsseldorf, Busbahnhof, Touristikhaltestelle, Abfahrt 8.00 Uhr
In Kooperation mit der VHS Neuss, Dormagen, Meerbusch, Grevenbroich, Kaarst und der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Deutsch-osteuropäisches Forum, Düsseldorf
Aus biologischer Sicht lässt sich die Frage so beantworten: "Leben ist ein selbsterhaltendes, abgegrenztes, chemisches System, welches Netzwerke von Prozessen ausführt und in der Lage ist, sich zu reproduzieren."

Die ersten Schritte des Lebens sind vermutlich vor Jahrmillionen in der scheinbar unwirtlichen Ursuppe zu finden. Hier soll es zur Entstehung von ersten selbstreaktiven Molekülen gekommen sein wie beispielsweise Ribonukleinsäuren (RNA), die als Wegbereiter für späteres Leben gelten.
Durch wichtige Entwicklungsschritte in der "RNA-Welt" entstand irgendwann wohl LUCA - Last Universal Common Ancestor, der letzte gemeinsame Vorfahre! Von diesem primitiven Einzeller über dessen nächste Verwandte, lebende Fossilien in heißen Thermalquellen am Meeresboden, bis zum Menschen war es ein langer Weg. Auf LUCA jedoch gründet der Stammbaum des heutigen Lebens und lässt sich die Evolution erklären.

Der Wissenschaftler und Biologe Dr. Martin Neumann erläutert in seinem Vortrag nicht nur etwas über die Anfänge des Lebens, sondern zeigt auf, was in der heutigen synthetischen Biologie möglich ist, nämlich aus Bestandteilen von Einzellern im Lego-Prinzip eigene Mikroorganismen mit einem völlig von Menschenhand generiertem Erbgut zu erzeugen. Auch das Thema Exobiologie - also potentielles Leben auf fremden, erdähnlichen Planten soll diskutiert werden.
Der Referent ist bei einem großen Unternehmen tätig und hält regelmäßig Vorträge zu biologischen Themen, auch vor nichtwissenschaftlichem Publikum.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Kasinogesellschaft Dormagen statt. www.kasinogesellschaft-dormagen.de.
Anlässlich des bundesweiten Vorlesetages lädt der Arbeitskreis "kulturelle Bildungsoffensive" entlang der Kölner Straße zu einer Vorleseaktion ein. In Geschäften, Restaurants und Cafés werden für Jung und Alt ausgewählte literarische Ausschnitte aus Lieblingsbüchern in verschiedenen Sprachen vorgelesen. Dabei sind u.a. die Restaurants Mewa, Bellini, Ratskeller, die Cafés Mikado, Caféserie Lemke, Café dell’amore, Eiscafé Adamis, sowie die City-Buchhandlung, die Mayersche Buchhandlung, Ring Center, Römerhaus, Bäckerei Kraus, Netzwerk "Alte Apotheke". Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte der Presse.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!
Seit einigen Jahrzehnten nimmt man an, dass an der Entstehung unseres Sonnensystems eine Supernova-Explosion beteiligt war. Der Grund dafür: Man findet in Meteoriten, die während der Anfangszeit unseres Sonnensystems entstanden, Zerfallsprodukte von radioaktiven Elementen, die bei Supernova-Explosionen erzeugt werden. Doch wirft man einen genaueren Blick auf die Mengenverhältnisse dieser Elemente, passt es vorne und hinten nicht zusammen. Untersuchungen eines Forscherteams der Universität Chicago zeigen jetzt, dass der in den Meteoriten gefundene Eisen-60-Anteil im Verhältnis zum Aluminium-26-Anteil viel zu gering ist. Das kann viel besser damit erklärt werden, dass unser Sonnensystem in einer Blase entstand, die ein so genannter Wolf-Rayet-Stern um sich herum geschaffen hat. Das sind sehr massive Sterne (10- bis 250-fache Sonnenmasse), die im Endstadium ihres Lebens große Teile ihrer Masse wegblasen und so einen Kokon um sich herum schaffen, in dem neue Sonnensysteme mit Elementverteilungen wie der in unserem entstehen können.
Der Referent ist promovierter Physiker und arbeitet seit 1997 u.a. als Wissenschaftsjournalist (u.a. für Bild der Wissenschaft und GEO). Seit 2011 unterrichtet er als Lehrbeauftragter an der FH Aachen Physik. Populärwissenschaftliche Vorträge hält er regelmäßig seit 15 Jahren.
Hinweis: Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Kasinogesellschaft Dormagen statt: www.kasinogesellschaft-dormagen.de.
"Unter den Talaren Muff von Tausend Jahren!" riefen die Studenten 1968 auf Deutschlands Straßen. In Berlin, Frankfurt, München und vielen anderen Universitätsstädten der damaligen Bundesrepublik machten sie ihrem Unmut Luft. Mit Protestmärschen und Gleisblockaden demonstrierten sie gegen die verkrusteten Gesellschaftsstrukturen im Deutschland der 1960er Jahre. Ihre Proteste richteten sich gegen das verstaubte Hochschulwesen, die große Koalition, den Vietnamkrieg und die fehlende Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit.

Es ist auch der Beginn der Politisierung der Literatur.1968 war auch ein Datum für die Kunst: An der Literatur zum Beispiel ging die Revolte nicht vorbei. Die Schriftsteller reagierten, mit neuen ästhetischen Ideen und Ansätzen. Ein Begriff stand dabei im Mittelpunkt: die Wirklichkeit! Sie galt es auch literarisch zu verändern.
"Es war auf jeden Fall ein Epochenschnitt in der Geschichte der Bundesrepublik und deswegen auch der Geschichte der Literatur. Die Neuansätze nach 1968 - also, wenn man die Schlagworte der Neuen Subjektivität nimmt, Nicolas Born, Rolf-Dieter Brinkmann - die sind nur durch die 68er Bewegung zu erklären. Die Texte selbst, die dort entstanden sind, sind nur zeitaktuell wichtig und literarisch eher belanglos, aber als Wirkung, ein neues Terrain für literarische Diskussionen zu schaffen, ist diese Zeit wirklich eminent bedeutend."

freie Plätze Vortrag: Islam und Fundamentalismus

( ab Fr., 23.11., 19.00 Uhr )

Im Prozess der Entstehung des Islam gewannen Riten und Gesetze schnell die Oberhand.
Im 10. Jahrhundert hatten Gottesvorstellung, Deutung des menschlichen
Wesens und die Ordnung des Diesseits einen unerschütterlichen Gleichgewichtszustand
erreicht. Diese ideale Ordnung wurde zur verpflichtenden Realität für die
Gegenwart.
Koran und Sunna (Tradition) sind im Islam fundamental. Auf diesen Quellen fußend,
ist ein großes Gebäude des göttlichen Gesetzes entstanden, die Scharia. Sie wurde
mit dem normativen Recht islamischer Gesellschaften identifiziert. Das Resultat ist
die nahtlose Verquickung von Religion und Politik im Islam.
Der Referent Dr. Heinz Tenhafen war 28 Jahre als Pfarrer tätig. Er leitet zahlreiche Veranstaltungen und Begegnungen mit Juden und Muslimen. Der interreligiöse Dialog gehört zu seinen Interessenschwerpunkten. In seiner 2005 erstellten Dissertation befasste er sich mit dem Zusammenhang von Religion und Identität in den Anfängen des Christentums.

Seite 1 von 1

freie Plätze
freie Plätze
Anmeldung möglich
Anmeldung möglich
fast ausgebucht
fast ausgebucht
auf Warteliste
auf Warteliste
Kurs abgeschlossen
Kurs abgeschlossen
Kurs ausgefallen
Kurs ausgefallen
Keine Anmeldung möglich
Keine Anmeldung möglich

Kontakt

Volkshochschule Dormagen

Langemarkstraße 1 - 3
41539 Dormagen

Tel.: 02133/257-238
Fax: 02133/257-241

:-)  E-Mail

Öffnungszeiten der Volkshochschule

Montag bis Mittwoch:    
8.30 bis 12.00 Uhr, 14.00 bis 16.00 Uhr
Donnerstag:
14.00 bis 18.00 Uhr
Freitag:
8.30 bis 12.00 Uhr

Öffnungszeiten Büro für VHS-Deutschkurse

Montag und Mittwoch
8.00 bis 12.00 Uhr
Dienstag:
8.00 bis 11 Uhr
Donnerstag:
12.30 bis 15.00 Uhr

VHS
Dormagen: Mittendrin im Leben
ceriqua_logo